Der Begriff des Housing Improvement Districts (HID) leitet sich aus dem Business Improvement Districts (BID) ab und ist an diesen Begriff angelehnt. Analog der Vorgehensweise bei einem BID sollen HID´s in einem (Wohn-)Bereich wirken, der von kommunalem Planungen und Wünschen nicht erreicht wird, indem konkrete Investitionen ausgelöst werden. Zielgruppe sind dabei vor allem Wohnimmobilieneigentümer, die die Sanierung oder den Stadtumbau auf ihrer Agenda haben. Die Vorgehens- und Organisationsweise ist dabei nahezu deckungsgleich mit der eines BID.

Der Vorteil für die Beteiligten besteht darin, dass anstelle des üblichen und meist unkoordinierten, einzelnen und unbemerkten Handelns von Einzelakteuren ein gemeinsames, deutlich wahrnehmbares und größeres Projekt möglich wird. Vor allem aber kann ein solches Projekt durch seine Größenordnung in der Öffentlichkeit als deutlicher Impuls wahrgenommen werden, die als glaubhafte Zäsur bei der imagebezogenen Bewertung eines Quartiers taugt. Damit wird durch eine öffentlich wahrgenommene Imagesteigerung eine bessere Vermietbarkeit der Immobilien erreicht.

Interessante Belegarbeit

Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Mittweida schrieben zum Thema HID und BID einen recht ansprechenden Beleg, der den aktuellen Sachstand im Jahr 2007 darstellt: Business und Housing Improvement Districts

Die HID-Abgabe sollte zusätzlich zur Grundsteuer mit einer qualifizierten Mehrheit der Eigentümer erhoben werden. Bei einer vielleicht zwei- oder dreiprozentigen HID-Abgabe auf die Jahressollmieten könnten z.B. bei einem Stadtumbau-HID diese Mittel zumindest teilweise auch für Abrissprämien Verwendung finden. Dabei besteht erstmalig die Chance, den schon häufig diskutierten Wertausgleich zwischen abreißenden und bestandshaltenden Eigentümern zu erreichen – erinnert sei daran, dass alle bisherigen Modelle nie über das theoretische Stadium hinausgekommen sind. Eine auf Länderebene zu schaffende HID-Gesetzgebung ist allerdings Voraussetzung dafür, dass auf der Basis mehrheitlicher Zustimmung „Trittbrettfahrer“ ausgeschlossen werden können. Auf der Basis einer solchen Gesetzgebung können auch in problematischen Quartieren Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und Planungssicherheit geschaffen werden.