Dieses - in der Imobilienzeitung (IZ) vom 1. Juli 2005 vorgestellte - Verfahren soll dazu dienen, für Innenstädte auf der Basis einer entsprechenden Analyse einen Branchenmix herzustellen, der mit dem eines Shoppingcenters verglichen werden kann. Kunden des CBM sind vorzugsweise Kommunen, die an der Revitalisierung problembehafteter, innerstädtischer Handelsareale Interesse haben. Das Verfahren wurde vom Institut für City Brokering Management entwickelt, dessen Mitarbeiter mehrheitlich ehemalige Center-Manager sind.
Die Bewertung des Handelsbesatzes erfolgt in drei Phasen:

1. Definition der städtischen Mitte unter Berücksichtigung aller Handels-, Gastronomie- und Gewerbeflächen des Stadtkerns.
2. Moderation der gewonnen Erkenntnisse mit den jeweiligen Betreibern und Eigentümern und Darstellung des vorhandenen Potenzials aber auch derjenigen Immobilien, Flächen und Nutzungen, die nicht mehr marktgerecht sind. Ist dieser Prozess abgeschlossen, können neue Strukturen und ein entsprechender Branchenmix erarbeitet und vorgeschlagen werden.
3. In der dritten Phase wird wieder die Kommune aktiv, der die Aufgabe zufällt, gemeinsam mit den Händlern Förderprogramme zu initiieren und ein Leerstandsmanagement bei nicht mehr marktgängigen Flächen zu betreiben.

Ob und inwieweit sich das CBM in Deutschland etablieren kann, bleibt abzuwarten. Ein wichtiger Fortschritt wird aber zweifelsohne erreicht: Mieter, Eigentümer und Kommune sprechen (wieder) miteinander.