Bis zum Jahr 2010 sollen an 439 Standorten in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands Mehrgenerationenhäuser entstehen, die durch den Aufbau verlässlicher Strukturen auch nach Beendigung der Bundesförderung fortbestehen.
Länder und Kommunen, Wirtschaft, Verbände, Kirchen und gesellschaftliche Gruppen werden durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in die Planung und Realisierung des Programms eingebunden.
Im 3. Quartal wird in einer bundesweiten Ausschreibung zur Teilnahme am Aktionsprogramm "Mehrgenerationenhäuser" aufgefordert. Dann wird über Antragsvoraussetzungen, Antragsfristen, Fördermöglichkeiten etc. informiert. Gleichzeitig wird eine Servicestelle eingesetzt, die potenzielle Antragsteller informiert und berät. Im 4. Quartal beginnt die Etablierung in der Fläche mit dem Ziel, im Verlauf des im Koalitionsvertrag genannten Zeitrahmens von fünf Jahren in allen Landkreisen und kreisfreien Städten präsent zu sein.
Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, das für jedes Mehrgenerationenhaus 40.000 € jährlich aus Mitteln des Bundes zur Verfügung gestellt werden, von denen je die Hälfte für Personalausgaben und für Sach- und Honorarausgaben verwandt werden dürfen. Eine Förderung des Erwerbs oder Umbaus einer geeigneten Immobilie ist nicht vorgesehen. Insgesamt erhält damit jedes Mehrgenerationenhaus 200.000 € über die Gesamtlaufzeit von 5 Jahren.
Eckpunkte des Aktionsprogramms
Leitbild
- Aktive Gemeinschaft der vier Lebensalter
- Zusammenhalt der Generationen
- Soziales Wachstum
- Starke Familien = starke Gesellschaft
- Gelebte Werte und Erfahrungswissen
- Lebendige Nachbarschaft
Auftrag
- 439 Mehrgenerationenhäuser bis 2010 in jedem Landkreis, in jeder kreisfreien Stadt
- Aufbau von verlässlichen Strukturen
- Dauerhaftigkeit nach der Bundesförderung
- 1/2 der Häuser mit Dienstleistungsbezug (ESF)
Ziel: Gesellschaftliche Kompetenz
- Aktive und aktivierende Zentren für Jung und Alt
- - Interaktion zwischen den vier Lebensaltern
- - Freiwilliges Engagement und Hilfe zur Selbsthilfe
- - Frühe Förderung von Kindern und Jugendlichen
- - Potenziale älterer Menschen nutzen
- -Qualifizierung und (Wieder)einstieg in den Beruf
- Balance von Arbeit und Leben
- - Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- - Patenschaften zwischen Jung und Alt
- - Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt
Ziel: Wirtschaftliche Kompetenz
- Dienstleistungsunternehmen MGH
- - Vermittlungsplattform
- - Anbieter von Leistungen
- - Etablierung eines lokalen Marktes
- - Vernetzung bestehender Angebote
- Dienstleistungsdrehscheibe vor Ort
- - Entlastung von Familien durch praktische Hilfen
- - Attraktive Serviceangebote für jedes Alter
- - Erziehung und Bildung von Kindern
Merkmale
- Immobilie vor Ort - freundlich, einladend und erreichbar
- Trägerinitiative vor Ort - engagiert, innovativ und vernetzt
- Commitment durch Landkreis, Kommune,Vor-Ort-Gemeinde
- Beteiligung der lokalen Wirtschaft
- Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements
- WEB basierte Vernetzung
Prototypen
- Eltern-Kind-Zentrum - Kita plus
- Familien - Mütterzentrum plus
- Familienbildung - plus
- Schule - Sport - Kultur plus
- Seniorenbildung - Seniorentreff plus
- Kirchengemeinde - Bürgertreff plus
Einbindung gesellschaftlicher Partner
- Nachhaltigkeitsrat - Aktive Generationenbeziehungen
- Kooperationsgruppe - Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser
- Kompetenznetzwerk - Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser
Das Konzept "Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser" steht hier zum Download zur Verfügung. [329 KB]

