Die London Rules stellen allgemeine Regelungen für Banken und andere Kreditgeber gegenüber gefährdeten Unternehmen dar. Die Regelungen haben keinen gesetzlich verbindlichen Charakter, sondern können unter den Kreditgläubigern lediglich auf freiwilliger Basis beschlossen werden.

Die London Rules erkennen an, dass trotz der unten stehend aufgeführten Regelungen die Banken und alle anderen Beteiligten immer im eigenen Interesse handeln. Gleichzeitig wird unterstellt, dass bei einer Motivation der Beteiligten, bestimmte Regelungen zur Restrukturierung der Unternehmen einzuleiten, damit unnötiger Schaden vermieden werden kann und letztlich eine Lösung möglich ist, die allen involvierten Parteien nützlich ist. Die London Rules umfassen im Einzelnen folgende wesentliche Punkte:

Die London Rules stellen keine Garantie dafür dar, dass das in Schwierigkeiten befindliche Unternehmen auch gerettet werden kann. Es gibt keine automatisch greifenden Regularien, da die Regeln auf Freiwilligkeit basieren. Die London Ruels und die beschriebene Vorgehensweise können jedoch nur so lange effektiv sein, wie sie von den Gläubigerbanken in ihrer Gesamtheit unterstützt werden.

Das Zitat zu den London Rules:

In einer solchen Welt kann man nur zusammenleben, wenn man nicht Mißtrauen zur Grundlage seiner menschlichen Handlung macht. Was wir brauchen, ist Mut zum Vertrauen.
Hans-Günther Sohl (1906-89)