Sanierungsbeitrag von Banken

In der GdW-Arbeitshilfe Nr. 42 mit dem Titel "Insolvenzvorsorge und Krisenmanagement in den Wohnungsunternehmen", wird die Problematik der Sanierung von Unternehmen ausführlich beschrieben.Der Abschnitt Sanierungsmöglichkeiten unter Beteiligung der Bank wurde federführend von Dr. Winkler verfasst. Vor dem Hintergrund praktischer Erfahrungen werden mit dieser Thematik verbundene Chancen und Probleme erläutert. Die Broschüre ist entweder über den GdW oder den Hammonia Verlag zu beziehen.

Die Bereitschaft der Kreditgläubiger, sich aktiv an der Sanierung von Unternehmen zu beteiligen, hängt von verschiedenen und unterschiedlich gewichteten Faktoren ab. Die nachfolgende Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, listet aber einige Grundvoraussetzungen auf.


Vorliegen eines aussagefähigen und plausiblen Sanierungskonzeptes
nachvollziehbare und realistische Sanierungs-(Teil)-schritte
Berücksichtigung der Sicherheitensituation jedes Gläubigers, wie Einmalvalutierungserklärung, erweiterte oder enge Zweckbestimmung, Rangstelle usw.
Sanierungsbeitrag, der auf einer objektiven Kalkulationsgrundlage - insbesondere im Verhältnis zu den anderen Gläubigern - ermittelt wurde
(kalkulatorische) Bestätigung, dass sich die Bank im Sanierungsfall nicht schlechter stellt, als im Fall einer möglichen Insolvenz
Gewißheit, dass sich auch die anderen Gläubiger an einer Sanierung beteiligen
Moderation oder Mediation des Sanierungsprozesses durch einen Dritten, um eventuelle Differenzstandpunkte zu vermitteln und auszuräumen
Ehrlichkeit, Offenheit und Konstruktivität als grundlegende Verhaltensweisen aller Beteiligter
Abschluß einer Sanierungsvereinbarung zur Regelung des Verhältnisses der Gläubiger untereinander und während der Laufzeit der Unternehmenssanierung
Vereinbarung eines "Besserungsscheines", für den Fall der Erwirtschaftung von Unternehmensgewinnen und deren quotaler Auskehr an die an der Sanierung beteiligten Gläubiger

Das Zitat zur Sanierung:

Nichts ist schrecklich, was notwendig ist.
Euripides (480-406)


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