Mieterbefragungen dienen dazu, aus der großen Zahl der Mieter bzw. Nutzer eine aktive Rückkopplung auf interessierende Fragen zu erhalten, die wiederum für die Unternehmenssteuerung oder die strategische Ausrichtung von Interesse sind. Um statistisch gesicherte Aussagen zu erhalten ist es erforderlich, den Kreis der Befragten ausreichend groß zu wählen. Nur so kann mit einem entsprechenden Vertrauenswert in einem hinreichenden Konfidenzintervall kalkuliert werden.
Bei den Befragungsarten ist zu unterscheiden in:

  • schriftliche Befragungen und
  • persönliche Interviews.

Der Vorteil von Interviews besteht zweifelsohne darin, dass auch „Zwischentöne“ wahrgenommen werden können, die bei einer schriftlichen Befragung nicht oder kaum wahrgenommen werden können. Nachteilig ist demgegenüber jedoch der relativ große personelle und zeitliche Aufwand, der bei dieser Methodik zu verzeichnen ist. Bei schriftlichen Mieterbefragungen werden i.A. die gestellten Fragen ehrlicher beantwortet, da der unmittelbare Interviewpartner fehlt. Vorteilhaft ist, dass der mit einer schriftlichen Mieterbefragung verbundene Aufwand im Vergleich zum Interview relativ gering ist. Allerdings muss ins Kalkül gezogen werden, dass die Beteiligung an einer solchen schriftlichen Befragung niedriger ausfällt, als bei persönlichen Interviews.

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Bei den Befragungen oder Interviews empfiehlt es sich generell, das Multiple-Choice-Verfahren anzuwenden, um eine leichte Auswertbarkeit zu gewährleisten.

Mögliche Befragungsinhalte

Bei Mieterbefragungen können, in Abhängigkeit von den zu ermittelnden Ergebnissen oder Erkenntnissen, Fragen zu sehr unterschiedlichen Themen- und Problemkreisen gestellt werden:

  • Zufriedenheit mit der Wohnsituation,
  • Identifikation mit dem Wohnungsunternehmen, speziell bei Genossenschaften,
  • Vorschläge oder Wünsche zur Verbesserung der Wohnsituation,
  • Angaben zum sozialen Status oder Umfeld,
  • Fortzugsneigungen,
  • Hinweise auf mögliche Segregationstendenzen usw.

Um auch bei eventuell künftigen Befragungen eine entsprechende Mieterakzeptanz und damit auch Bereitschaft zur Beteiligung zu erhalten, sollten die Ergebnisse unbedingt auch gegenüber den Befragten kommuniziert werden.