Die europäischen Bauminister haben bei ihrem informellen EU-Treffen die „Leipzig-Charta“ unterzeichnet. Mit der Charta werden die Innenstädte gestärkt. Der deutsche EU-Ratspräsident Wolfgang Tiefensee erklärte dazu in Leipzig:

„Wohnen in der Stadt wird zunehmend beliebt. Das ist eine gute Entwicklung, die wir weiter stärken müssen. Die Familien kehren vom Stadtrand und der grünen Wiese in die Innenstädte zurück. Urbanität wird zum Gütesiegel. Industrielle Flächen werden neu genutzt. Wohnen und Arbeiten auf ehemaligen Industriebrachen wird attraktiv. Kurzum: Europas Städte erleben derzeit eine Renaissance. Es ist Aufgabe der Politik, diese Renaissance durch eine neue Phase der Stadtentwicklung zu gestalten. Mit der „Leipzig Charta“ haben sich erstmals die 27 für Stadtentwicklung zuständigen Minister der EU-Mitgliedstaaten auf gemeinsame Grundsätze und Strategien für die Stadtentwicklungspolitik geeinigt. Wir wollen Grundlagen für eine neue Stadtpolitik in Europa schaffen. Deshalb brauchen wir ein Modell der integrierten Stadtentwicklung. Es muss Bürgerbeteiligung in der Stadtplanung genauso berücksichtigen wie eine bessere Koordinierung öffentlicher und privater Investitionen für und in Städten“, sagte Tiefensee als amtierender EU-Ratspräsident.

Der vollständige Text der Leipzig Charta steht unter diesem Link zum Download zur Verfügung.
Weitere Informationen zur Leipzig Charta sind hier ebenfalls als Download bereit gestellt.