THEMEN UND TENDENZEN

Die neuen Bedingungen und Entwicklungen, denen sich die Wohnungswirtschaft heute mehr denn je stellen muss, erfordert auch die Beschäftigung mit teilweise völlig neuen Themenstellungen, die in der als klassisch zu bezeichnenden Wohnungs- und Immobilienwirtschaft bisher zumindest SO keine Rolle gespielt haben.
Manches mag neuer Wein in alten Schläuchen sein – viele Aspekte stellen aber effektive und nützlic

he Ansätze für ein modernes Controlling dar. Aber auch vielen anderen interessanten Themen, wie etwa REIT`s, Demografie oder Anforderungen an den Datenschutz wollen wir uns gern widmen.

 

Finanz- und Hypothekenkrise

Für die seit etwa Mitte 2007 an den Kaptal- und Finanzmärkten wütende Krise am amerikanischen Hypothekenmarkt sind schon nach kurzer Zeit die Mortgage Backed Securities (MBS) als Krisenauslöser identifiziert…

Banken und Kreditinstitute

Nicht nur die Immobilien- und Wohnungswirtschaft befindet sich im Wandel, auch bei den Kreditinstituten stehen große Veränderungen an, die die tradierten Geschäftsbeziehungen völlig neu definieren werden. Die deutsche Kreditwirtschaft befindet sich in einer Situation allgegenwärtiger Herausforderungen und einem damit einhergehenden permanenten Umstrukturierungsprozess. Nach den ertragreichen frühen 1990er Jahren sind die deutschen Banken im internationalen Wettbewerb deutlich zurückgefallen.

Finanzierungen

Die klassische Finanzierung in Form eines Annuitätendarlehens, das von einer Bank akquiriert und ausgezahlt und dann bis zur vollständigen Rückzahlung geduldig in den Büchern gehalten wird, gehört immer mehr der Vergangenheit an. Moderne Finanzierungsinstrumente, die neben vielen Chancen aber auch erhebliche Risiken bergen, werden heute von den Kreditinstituten angeboten. Der Verkauf von Kreditforderungen an Dritte in Form von Baskets oder Portfolien beginnt eher die Regel, denn die Ausnahme zu sein. So wird die klassische Wertschöpfungskette der Bank-Kunde-Beziehung aufgetrennt, da sich die Institute immer stärker in der Rolle des Finanzintermediärs sehen, der Angebot und Nachfrage am Kapitalmarkt zusammen führt.

Demografie

Deutschland befindet sich im Umbruch: Seit Anfang der 1970er Jahre reicht die Geburtenrate nicht mehr aus, um die Sterbefälle auszugleichen – ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung schrumpfen; Geburtenrückgang und steigende Lebenserwartung führen zu einer beispiellosen Alterung der Gesellschaft. Angekündigt hat sich dieser Wandel zwar über Jahrzehnte, ins öffentliche Bewusstsein gerückt ist er jedoch erst in den letzten Jahren. Wenig beachtet wird dabei, dass sich die Veränderungen regional extrem unterschiedlich vollziehen: Während die Bevölkerung auf Bundesebene – eben durch ausländische Zuzügler – weiter gewachsen ist, haben in den 1990er Jahren bereits ein Drittel aller Kreise Einwohner verloren. Bis 2020 wird sich ihre Zahl fast verdoppeln und die Gesamtbevölkerung amtlichen Prognosen zufolge zurückgehen.

Stadtumbau

Städte sind als dynamische Siedlungsform einem ständigen Strukturwandel unterworfen. Die neuen Herausforderungen an eine zukunftsbeständige Stadtentwicklungspolitik liegen darin, den Paradigmenwechsel vom ‚gesteuerten Wachstum‘ auf ‚geordneten Rückzug‘ zu kommunizieren und umzusetzen. Neue Ansätze wie BID Business Improvement Districht oder HID Housing Improvement District oder auch CBM stellen interessante Alternativen dar.

Mit HID und BID zur Stadtentwicklung

Als Vorbild für die im Jahr 2007 auf bundesgesetzliche Grundlage gestellten städtebaulichen Inno…

 

Studien und Analysen

Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft erfreut sich seit geraumer Zeit der Aufmerksamkeit von Analysten und Statistikern: ob Bevölkerungsentwicklung oder künftig zu erwartende Wohnungsnachfrage – Studien gibt es auch dafür allemal… „Empirica“ und „Pestel“ haben neue Studien geliefert, die wir gern vorstellen und als Download zur Verfügung stellen.

Wohnungsgenossenschaften

Mit dem Ziel, das selbstbestimmte, genossenschaftliche Wohnen als dritte tragende Säule neben dem Wohnen zur Miete und dem Wohneigentum weiter zu entwickeln und die Zukunft der genossenschaftlichen Idee zu sichern, wurde 2002 eine Expertenkommission einberufen, deren Endbericht 2004 fertiggestellt wurde.

REIT Real Estate Investment Trust

REIT Real Estate Investment Trust

Die Bundesregierung legte am 02. 11. 2006 den Entwurf eines Gesetzes zur Schaffung deutscher Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen vor.
Am 30. März 2007 stimmte der Bundesrat dem Bundestagsbeschluss zur Einführung von REIT´s in Deutschland zu.

Energieausweis

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hatte den Prototyp eines bundeseinheitlichen Energieausweises unter der Bezeichnung Energiepass für Wohngebäude im Bestand entwickelt und diesen in einem Feldversuch bis Ende 2004 an fast 4.000 Wohngebäuden getestet. In der Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) wird für das öffentlich-rechtliche Zertifikat der Begriff Energieausweis verwendet und beschrieben. Der Begriff Energiepass ist damit bedeutungslos geworden.
Bei Errichtung, Änderung oder Erweiterung von Gebäuden ist nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) generell ein Energiebedarfsausweis auszustellen.

EnEV Energieeinsparverordnung 2014

Das Bundeskabinett hat am 6. Februar 2013 in der 132. Kabinettsitzung in Berlin den Entwurf einer Zweiten Verordnung zur Änderung der Energieeinsparverordnung (EnEV) beschlossen. Die Novellierung der EnEV sieht für Neubauten eine Anhebung der Mindesteffizienzstandards in 2016 vor. Eine Verschärfung der Vorgaben für bestehende Gebäude ist dabei nicht vorgesehen, insbesondere keine neuen Nachrüstverpflichtungen.

Mietpreisbremse

Der Bundestag verabschiedete im März 2015 mit den Stimmen der Union und der SPD das Gesetz zur Mietpreisbremse.

Sonstige Themen

Unter dieser Rubrik finden sich weiter, sonstige Themen, die allesamt und mehr oder weniger einen Bezug zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft haben und keiner anderen Themengruppe zugeordnet werde…

Tierhaltung ?!?

Oder eine nicht ganz ernst zu nehmende Betrachtung…. Im Zusammenhang mit der Tierhaltung in Wohnungen wird immer wieder die Frage der Zumutbarkeit diskutiert. Allgemein wird dabei die Auffassung vertreten, dass die Belastung, die für Wohnung und Nachbarschaft aus der Haltung von drei Katzen hervorgeht, etwa mit jener vergleichbar sei, die ein in Wohnungshaltung lebender Hund verursacht.

Das Zitat zu aktuellen Themen:

Informationen sind notwendig.
Wo sie fehlen, entsteht kein Vakuum, da machen sich viel eher Gerüchte und Mißverständnisse breit.
Hans Christian Altmann, dt. Publizist