Teilbetriebsergebnis

Element der Erfolgsrechnung bei Banken:

Zinsüberschuss
+Provisionsüberschuss
./.Personalkosten
./.andere Verwaltungskosten einschließlich Normalabschreibungen auf Sachanlagen
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=Teilbetriebsergebnis
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./.Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge/Aufwendungen
./.Risikovorsorge
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=Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
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./. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
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=Periodengewinn
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Teileigentum

Als Teileigentum wird das Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes bezeichnet. Es steht immer in Verbindung mit einem Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum, zu dem es gehört (wie Ladengeschäfte oder Praxisräume). Für das Teileigentum gelten die Vorschriften über das Wohnungseigentum entsprechend. Siehe dazu auch Wohnungseigentumsgesetz.

Teilkostenrechnung

Unter Teilkostenrechnung werden Kostenrechnungsverfahren zusammengefasst, die sich auf die unmittelbar betrachtete Einheit beschränken bzw. im Zusammenhang mit dem zu untersuchenden Produkt stehen. Alle Kosten, bei denen sich keine direkte Zuordnung herstellen lässt, werden als Block in einem ein- oder mehrstufigen Deckungsbeitrag pauschal ausgewiesen. Die Teilkostenrechnung ist daher kein Kalkulationsverfahren, sondern ist ein einfaches Controllinginstrument. Siehe auch Vollkostenrechnung.

Teilrückbau

Bezeichnet im Stadtumbauprozess den nur partiellen Abbruch von Wohngebäuden. Bekannt ist der Umbau von WBS-70-Anlagen in Reihenhäuser, die Schaffung von Penthäusern, der Abbruch von bspw. zwei Obergeschossen usw. Die mit Teilrückbau verbundenen relativ hohen Kosten machen einen flächendeckenden Einsatz nicht möglich, sondern stellen lediglich den Stadtumbau ergänzende Maßnahmen dar, sofern nicht Zuschüsse der öffentlichen Hand zur Verfügung stehen.

Teilwert

Der Teilwert ist ein Begriff aus dem Steuerrecht. Er dient zur Definition des Betrages, den ein Erwerber des gesamten Betriebes im Rahmen des Gesamtkaufpreises für das einzelne Wirtschaftsgut ansetzen würde. Dabei ist davon auszugehen, dass der Erwerber den Betrieb fortführt (§ 6 I Nr. 1 EStG). Neben den Anschaffungs- und Herstellungskosten ist der Teilwert der dritte Bewertungsmaßstab für Wirtschaftsgüter. Die Ermittlung des Teilwerts ist in der Praxis problematisch, da es kein Verfahren gibt, um den Gesamtwert eines Betriebes genau auf die einzelnen Güter aufzuteilen.
Der Teilwert einzelner Wirtschaftsgüter kann niedriger sein als der Anschaffungspreis bzw. der Anschaffungspreis vermindert um die Abschreibung, bspw. aufgrund von Verschleiß, Überalterung, Instandhaltungsstau usw.
In der Steuerbilanz kann der Teilwert in folgenden Fällen angesetzt werden:
Abnutzbares Anlagevermögen kann zusätzlich zur normalen Abschreibung auf den Teilwert abgeschrieben werden, wenn der Teilwert unter dem Buchwert liegt.
Nicht abnutzbares Anlagevermögen kann generell auf den niedrigeren Teilwert abgeschrieben werden.
Umlaufvermögen muss wegen des Niederstwertprinzips auf den niedrigeren Teilwert abgeschrieben werden.

Thesaurierung

Thesaurierung bedeutet, dass der im Abrechnungszeitraum erzielte Ertrag eines Fonds nicht an die Anteilseigner des Fonds ausgeschüttet wird, sondern zur Erhöhung des Fondsvermögens verwendet (thesauriert) wird. Somit reicht die Fondsverwaltung den Vermögenszuwachs durch die Zuteilung zusätzlicher Fondsanteile an die Anteilseigner weiter.
In vielen Fällen sorgt die Thesaurierung gegenüber der Ausschüttung, wie der Zinseszins bei Geldanlagen, für eine überproportionale Steigerung des Fondsvermögens. Für die Anteilseigner hat die Thesaurierung zudem oftmals den Vorteil, dass der hiermit verbundene Kapitalzuwachs in der Regel mit einer geringeren steuerlichen Belastung verbunden ist als die Barausschüttung des Ertrags.

Tenant Relocation Management TRM

Mieterumsetzung und Mietervertretung sind die deutschen Entsprechungen das Tenant Relocation Management (TRM) oder Tenant Representation (TR). Der Sevicer vertritt als Berater allein die Mieterinteressen von Unternehmen oder Privatleuten, deren Kerngeschäft nicht das Immobiliengeschäft ist. Der TRM-Prozess lässt sich vereinfacht in diese Schritte einteilen:

>>>Grundriss des aktuell gemieteten Objektes analysieren,
>>>Organisationsplan des Mieters erstellen,
>>>künftigen Raum- und Technikbedarf ermitteln,
>>>mit Vermietern verhandeln
>>>oder alternativ bei einem Neubau das Projekt ausschreiben,
>>>Umzug zu organisieren,
>>>ggf. Nachmieter für die frei werdenden Flächen zu suchen.

TIER1 – Anleihe

TIER1 Anleihen sind nachrangige Bankenanleihen. Dabei handelt es sich um Schuldverschreibungen, die allen anderen Verbindlichkeiten der emittierenden Bank nachgeordnet sind, d. h. wenn die Bank Konkurs anmelden muss, erhalten zunächst die anderen Gläubiger ihr Geld. Daraus ergeben sich verschiedene Abstufungen der Nachrangigkeit. Somit können Banken mit der Ausgabe nachrangiger Anleihen Eigenkapital bilden, mit welchem sie -aufgeteilt nach Kernkapital (wie bei der TIER1-Anleihe) oder Ergänzungskapital (wie bei der TIER2-Anleihe)- ihre Geschäftsrisiken unterlegen. Die TIER1-Anleihen haben eine unendliche Laufzeit und werden auch als Preferred Shares bezeichnet. Zinszahlungen erfolgen in der Regel nur, wenn die Bank auch eine Dividende ausschüttet. Als Nachteil dieser Anleihen muss allerdings gesehen werden, dass deren Besitzer im Falle einer Insolvenz an letzter Stelle steht.

Tilgungsdarlehen

Tilgungsdarlehen oder Ratendarlehen ist ein Darlehen mit gleichbleibender Tilgungsrate und fallendem Zinsanteil im Kapitaldienst. Die Summe aus Tilgung und Zins sinkt in Abhängigkeit von der Restschuld exponentiell. Bei gleichem Zinssatz und Laufzeit ist die Summe aller Zahlungen geringer, als bei einem Annuitätendarlehen.

Tilgungsstreckungsdarlehen

Diese Tilgungsart kommt dann zum Zuge, wenn das Damnum für das Darlehen aus einem Zusatzdarlehen finanziert wird, damit dem Darlehensnehmer die volle Bruttofinanzierungssumme zur Verfügung steht. In diesem Falle errechnet sich eine Annuität für das Hauptdarlehen in Höhe des anfänglichen Tilgungssatzes zuzüglich der Zinsen. Der sich daraus ergebende Tilgungssatz wird nicht für das Hauptdarlehen, sondern zunächst für die Tilgung des Zusatzdarlehens verwendet. Erst wenn dieses Zusatzdarlehen (zur Finanzierung des Damnums) getilgt wurde, setzt die eigentliche Tilgung des Hauptdarlehens ein. Bis zu diesem Zeitpunkt werden für das Hauptdarlehen nur die Zinsen bezahlt. Hierbei sollte beachtet werden, dass der Zinssatz für das Zusatzdarlehen vom Zinssatz für das Hauptdarlehen abweichen kann.

Tilgungsverrechnung

Vereinbarung über die Verrechnung der Tilgungsleistungen. Es gibt verschiedene Verrechnungsweisen, z.B. taggenaue Verrechnung und Verrechnung zu bestimmten Terminen (monatlich, vierteljährlich, jährlich). Üblicherweise wird die Tilgungsverrechnung zeitgleich mit den Zahlungsterminen vereinbart. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, ob die Zahlweise der Kapitaldienstraten vorschüssig oder nachschüssig erfolgt. Diese Festlegungen der Tilgungsverrechnung beeinflussen den Effektivzinssatz maßgeblich.

Total Expense Ratio (TER)

Seit 2005 sind Fondsgesellschaften nun verpflichtet, die so genannte TER (Total Expense Ratio bzw. Gesamtkostenquote) zu veröffentlichen. Dabei wird die Summe der wesentlichen Kosten, die in einem Geschäftsjahr für die Verwaltung eines Fonds angefallen sind, ins Verhältnis zum durchschnittlichen Fondsvermögen gesetzt.

Die TER beinhaltet:
>>>Aufwendungen für die Verwaltung und das Fondsmanagement,
>>>Kosten für die Rechtsberatung,
>>>Depotgebühren,
>>>Kosten für Druck und Veröffentlichung von Rechenschaftsberichten,
>>>Ausgaben für die Wirtschaftsprüfer.

Nicht erfasst sind:
>>>nähere Auskünfte über das Handelsgebaren und damit verbundene Courtagen bzw. Provisionen, die bspw. an die Tradingabteilungen bei banknahen Fonds fließen,
>>>Ausgabeaufschläge,
>>>variable Managementvergütungen und
>>>sonstige erfolgsabhängige Gebührenbestandteile.

Total Property Outsourcing (TPO)

Total Property Outsourcing (TPO) ist ein angelsächsischer Begriff für umfangreiche Immobilien-Outsourcing-Geschäfte von Unternehmensimmobilien im Privatsektor und wird auch als Corporate Private Finance Initiative (PFI) bezeichnet. TPO und Corporate PFI sind eine Unterform von Real Estate Partnership. Dieser Begriff ist eine Bezeichnung von verschiedenen Outsourcing Formen im Immobilienbereich. Weitere Formen sind Structure Sale and Lease Back oder Outsourcing der Immobiliendienstleistung. TPO bzw. Corporate PFI ist die komplexeste Form. TPO weist folgende Merkmale auf:

>>>angestrebte langfristige Partnerschaft, Übertragung der Angestellten bzw. Mitarbeiter vom Käufer auf den Investor (klassischer Betriebsübergang),
>>>Wiederanmietung der outgesourcten Immobilie durch den Verkäufer einschließlich der zugehörigen Dienstleistungen,
>>>Möglichkeit der Übertragung von Mietvertragsverpflichtungen im Sinne einer Veräußerung von vermieteten Objekten,
>>>Mietpreisgestaltung reflektiert erhöhte Mieterflexibilität (Mietpreisaufschlag),
>>>Nutzung von verschiedenen Servicepakten durch den Mieter.

Dem gegenüber sind die Ziele von TPO aus der Sicht des veräußernden Unternehmens:

>>>Senkung der mit Besitz und Betrieb verbundenen Immobilienkosten und -risiken,
>>>Entlastung der Bilanz, da diese nicht mehr bilanziert wird,
>>>volle Konzentration auf das Kerngeschäft möglich,
>>>Flexibilität in der Mietfläche,
>>>professionelles, weil spezialisiertes, Management der Immobilie,
>>>flexibler Einkauf bzw. Nutzung von Dienstleistungspaketen für die betreuten Mietflächen.

Total Return Strategie

Investment-Strategie mit dem Ziel eine möglichst absolut hohe Rendite zu erwirtschaften. Selbst im ungünstigsten Fall soll mindestens das investierte Kapital erhalten bleiben. Damit unterscheidet sie sich von Strategien, bei denen nur eine Benchmark in der Wertentwicklung geschlagen werden soll. Der Werterhalt wird durch zusätzliche Sicherungsinstrumente erreicht, die wiederum einen Teil der Performance aufzehren.

Track Record

Oberbegriff für die Darstellung der Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte einer Beteiligungsgesellschaft bzw. eines Unternehmens und dessen Managements.Der Nachweis eines positiven Track Records ist Voraussetzung für die Zulassung und Akzeptanz von Ratingunternehmen; damit entstehen automatisch entsprechend hohe Zugangsschranken für Neugründungen.

Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPuG)

Unternehmenskrisen haben in den 90er-Jahren den Gesetzgeber veranlasst, mit dem am 1. Mai 1998 in Kraft getretenen Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) weit reichende Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmensführung und -überwachung anzuordnen. Insbesondere wurden aktien- und handelsrechtliche Vorschriften modifiziert und erste Anpassungen in der so genannten deutschen Corporate Governance vorgenommen.
Aufbauend auf diesen ersten Maßnahmen ist als zweite Stufe der Reform des Aktien- und Bilanzrechts im Sommer 2002 das Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPuG) verabschiedet worden. Die darin enthaltenen Änderungen im Aktiengesetz (AktG) und Handelsgesetzbuch (HGB) sind zum 1. August 2002 bzw. 1. Januar 2003 in Kraft getreten. Ziel des TransPuG ist es, die Konkurrenzfähigkeit des deutschen Kapitalmarktes zu stärken. Durch die verbesserte Transparenz und Publizität soll eine Unternehmensführung und
-kontrolle börsennotierter Unternehmen sichergestellt werden, die etablierten internationalen Standards entspricht.

Treasurer

Als Leiter der Finanzabteilung übernimmt der Treasurer u.a. die Aufgabe, Einzahlungs- und Auszahlungsverpflichtungen zu prognostizieren und Vorschläge über die Verwendung von Überschüssen bzw. die Beschaffung von Kapital zu erarbeiten. Erwirtschaftet ein Unternehmen in einem Monat z.B. einen erheblichen Bargeldüberschuß, wird der Treasurer versuchen, diesen Überschuß gewinnbringend anzulegen (z.B. bei Banken, in Aktien oder Optionen) oder dem Management Vorschläge über sinnvolle Investitionen in Sachanlagen unterbreiten. Andererseits muß er im Falle eines erhöhten Kapitalbedarfs des Unternehmens Möglichkeiten zur Erlangung von Eigen- und Fremdkapital auf dem Geld- und Kapitalmarkt erarbeiten. Ein guter Kontakt zu Finanzinstitutionen und -märkten sowie die ständige Beobachtung der Entwicklung innovativer Finanzprodukte ist hierbei von großer Bedeutung. Bei Unternehmen, die international tätig sind, stellt sich dem Treasurer zusätzlich die Aufgabe, das durch den Außenhandel entstehende Währungskursrisiko zu analysieren und Maßnahmen zur Kurssicherung zu ergreifen

Treasuring

Mit dem Treasuring soll die Orientierung an den Zielen und Werten aller Interessen- und Bezugsgruppen eines Unternehmens bei der Entscheidungsfindung der Führung sichergestellt werden. Ein ganzheitliches sowie unternehmerisches Denken und Handeln findet im Streben nach angemessenen Kapitalrenditen und nach einem umfassenden Stakeholder Value seinen Ausdruck.

Triple-Net-Mietvertrag

Ein Triple-Net-Mietvertrag sieht vor, dass sämtliche Neben- und Betriebskosten sowie die Instandhaltungen an Dach und Fach (Fassade), einschließlich struktureller Maßnahmen vom Mieter getragen werden.

True Sale International (TSI)

True Sale International ist die neue Plattform für Kredit-Verbriefungen in Deutschland. Sie ist aus der True Sale Initiative hervorgegangen, bei der sich 13 nationale und internationale Banken zusammengeschlossen haben, um gemeinsam die Entwicklung des deutschen Verbriefungsmarktes voranzutreiben. Das Ziel: die Etablierung von „Asset Backed Securities made in Germany“.
Ein entscheidender Vorteil einer Finanzierung über ABS ist, dass ein externes Rating des mittelständischen Unternehmens nicht erforderlich ist. ABS-basierte Finanzierungsinstrumente verbreitern die Finanzierungsbasis und tragen in der Regel dazu bei, die Kapitalkosten des Unternehmens zu senken sowie das Risiko- und auch das Debitorenmanagement zu verbessern.
Folgende ABS-basierte Finanzierungen sind für den Mittelstand bedeutsam und werden über die TSI realisiert:
Verbriefung von Unternehmensforderungen
Verbriefung von Leasingforderungen
Verbriefung von Beteiligungskapital

True Sale Verbriefung

Bei einer True Sale ABS-Transaktion verkauft eine Bank oder ein Unternehmen (Verkäufer/Originator) einen Forderungspool an eine Einzweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle/SPV). Der verkaufte Forderungspool wird von Rating-Agenturen bewertet und von dem SPV unmittelbar oder mittelbar über eine weitere Verbriefungsgesellschaft verbrieft. Die Wertpapiere werden am Kapitalmarkt begeben oder privat platziert. Die Forderungen werden regresslos, d.h. unter Überleitung des Bonitätsrisikos, an das SPV übertragen. Der Kaufpreis wird bar gezahlt. Die Forderungen scheiden damit bilanziell aus dem Umlaufvermögen des Verkäufers aus. Der Kaufpreis gelangt zum Umlaufvermögen des Verkäufers hinzu (sog. True Sale). Er kann zur Rückführung von Verbindlichkeiten und damit für eine Bilanzverkürzung genutzt werden. Neben der Entlastung des bilanziellen und des regulatorischen Eigenkapitals werden dadurch in der Regel die (Re-)Finanzierungskosten des Originators gesenkt. Ferner wird das Bonitätsrisiko der Schuldner von der Bank auf das SPV übertragen.