Diese Betrugsmethode wendet sich insbesondere an in Schwierigkeiten befindliche Unternehmen, die über einen ungedeckten Liquiditätsbedarf verfügen. Der Vermittler gibt vor, mit ausländischen Banken in Kontakt zu stehen, die unbedingt auf dem deutschen Kreditmarkt Fuß fassen wollen. Oftmals handele es sich um Banken, die nicht an die Regularien von Basel II gebunden sind und ihren Sitz bspw. auf den Philippinen haben. Die Bank ist angeblich bereit, Geschäfte und Investitionsprojekte bis zu einer Höhe von etlichen Mio. Euro zu finanzieren. Zeigt das angesprochene Unternehmen prinzipielles Interesse, wird in einem Folgekontakt ein mitunter fantasievoll gestaltetes „Garantiezertifikat“ übergeben, das die gewünschte Kreditsumme ausweist. Besonders interessant ist, dass diese in Aussicht gestellte Finanzierung ohne weitere Sicherheiten (Grundschulden etc.) gewährt werden soll. Voraussetzung für die Auszahlung ist nach Vertragsunterzeichnung dann lediglich die Vorab-Überweisung eine Bearbeitungsgebühr von 3 bis 5% auf ein ausländisches Bankkonto, bspw. auf den Philippinen, wo die Bank ihren Sitz hat. Auch hier bedarf es wenig Fantasie, dass Vermittler und Bearbeitungsgebühr ebenso wenig wieder gesehen, wie der Kredit ausgezahlt wurde.