Was aber, wenn keine Bank bereit ist, weitere Kredite zu valutieren? Die Möglichkeiten der sog. alternativen Kapitalbeschaffung sind vielfältig. Soweit zumindest die Theorie.
Praktisch gesehen sind aber die Möglichkeiten eines Wohnungsunternehmens in einer ohnehin schwierigen Situation stark eingeschränkt, da selbstverständlich auch alternative Fremdkapitalgeber recht hohe Maßstäbe an Bonität und Sicherheiten stellen. Die direkte Platzierung am Kapitalmarkt über ABS- oder MBS-Strukturen ist für den konkreten Fall „Wohnungsunternehmen“ bisher noch nicht realisiert worden. Chancen haben hier lediglich entweder sehr große Unternehmen oder solche, die über das Investmentbanking einer Bank einer derartigen Transaktion beigemischt werden. Nicht zu vernachlässigen sind in diesem Fall auch die nicht unwesentlichen Beratungshonorare und weiteren Kosten zur Strukturierung und Platzierung.

Hausbau_Kapital

Private Equity Finanzierungen bieten leider ebenfalls nur geringe Umsetzungschancen, da die Quote der genehmigten Anfragen bei mageren 3% liegt. Ähnliches gilt auch für alle anderen Formen mezzaniner oder Fremdkapital ersetzender Finanzierungsformen.
Als Alternativen bleiben somit noch Finanzierungsformen, die Eigenkapital ersetzenden Charakter haben. Während Genussscheine aus rein pragmatischen Gründen ausscheiden, stellen Inhaberschuldverschreibungen und allerdings nur bei Genossenschaften die genossenschaftlichen Spareinrichtungen eine Alternative dar. Hinzu kommen weitere alternative Formen, wie etwa Nießbrauch und Sale-and-lease-back-Transaktionen.

Gern sind wir aufgrund unserer praktisch vorliegenden Erfahrungen bei der Umsetzung dieser Vorhaben behilflich.