MaK Mindestanforderungen an Kreditgeschäft der KI

Am 20. Dezember 2002 veröffentlichte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht umfangreiche Standards für das Kreditgeschäft der Kreditinstitute. Diese betreffen:
* Aufbauorganisation,
* Kreditvergabeprozess und
* Risikomanagement (Identifizierung, Steuerung und Überwachung).
Die enthaltenen Regelungen stellen zweifelsohne einen Vorgriff auf die Umsetzung von Basel II dar. Die ausführlichen Regelungen und eine Zusammenfassung stehen zum Download zur Verfügung.

Management Buy-In

Bei einem Management Buy-In (MBI) wird ein Unternehmen durch externes Management übernommen oder die Übernahme mit Hilfe eines Investors durch ein fremdes Management forciert. MBI ist eine besondere Form des Leveraged Buy Out (LBO).

Management Buy-Out

Übernimmt die Geschäftsführung die Anteile einer Gesellschaft mehrheitlich, so spricht man von einem Management Buy-Out (MBO). In der Regel finden solche Transaktionen aber nicht nur aus dem Privatvermögen der Geschäftsführung statt, sondern unter Zuhilfenahme einer Bank oder anderer Finanzinvestoren (Private Equity o.Ä.). Ein wenig davon abzugrenzen ist ein Management Buy-Out bei einer angeschlagenen Gesellschaft. Sollte sich das Unternehmen in einer tiefen Krise befinden, so kann der MBO auch durch einen einfachen Aktienübertrag zu einem symbolischen Preis erfolgen. Der MBO hat sich insbesondere bei Unternehmensnachfolgen bewährt.

Managertypen nach Maccoby

>>> Company man: Firmenmensch, hält sich an Regeln, loyal (gut für Umsetzung)

>>> Craftsman: strukturiert arbeitender Fachmann (gut für F+E, Projektaufbau)

>>> Junglefighter: baut Machtbasen auf, dominant (für Wachstumsphasen/Krisen)

>>> Games man: flexibel, kooperativ, innovativ, zielorientiert (für Wettbewerb)

Mantelzession

Spezielle Form der in der Gesamtheit übereigneten Forderungen als Sicherungsinstrument für einen Bankkredit. Dabei werden, im Gegensatz zur Globalzession, nur gegenwärtige Forderungen übereignet. Werden diese Forderungen beglichen, so muss der Zedent immer wieder neue Forderungen vorlegen, um den Kredit abzusichern. Aus diesem Grunde werden bei der Mantelzession tägliche Debitorenlisten geführt, welche die Abtretung belegen. Siehe auch Zession.

Marge

ist die Differenz zwischen Einkaufspreis (bspw. Refinanzierungszinssatz) und dem Verkaufspreis (bspw. Nominalzinssatz).

MaRisk Mindestanforderungen an d. Risikomanagement

Die MaRisk sollen die gesetzlichen Anforderungen des § 25a KWG und die wesentlichen qualitativen Elemente der 2. Säule des Baseler Accords, des „Supervisory Review Process“ (SRP), in angemessener Weise für die Kreditinstitute konkretisieren. Die MaRisk enthalten daher Anforderungen der BaFin an die Einrichtung einer „ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation“ und die Implementierung „angemessener interner Kontrollverfahren“. Weitere Informationen hier.

Marktpenetration

Marktpenetration (Marktdurchdringung) gibt an bis zu welchem Grad eine Marke, Dienstleistung oder ein Produkt von Kunden in einem bestimmten Markt wieder erkannt und schlussendlich gekauft wird.

Maslowsche Bedürfnispyramide

Der amerikanische Psychologe Abraham Maslow erforschte gesunde, erfolgreiche und glückliche Menschen. Dabei entdeckte er, dass man die menschlichen Bedürfnisse nach einer bestimmten Rangordnung einteilen kann. Alle Bedürfnisse zusammen kann man sich als Schichten einer Pyramide vorstellen. Sobald eine Stufe erreicht ist, hat der Mensch das Bestreben die nächst höhere Stufe zu erreichen.

5. Stufe Selbstverwirklichung
dazu zählen: Individualität, Güte, Gerechtigkeit, Selbstlosigkeit (anderen etwas geben), Talententfaltung, Altruismus, Kunst, Philosophie

4. Stufe Soziale Anerkennung
dazu zählen: Anerkennung, Geltung, Macht, Einfluss, Selbstachtung, Anerkennung, Statussymbole

3. Stufe Soziale Bedürfnisse
dazu zählen: Kommunikation, Partnerschaft, Liebe, Freundschaft, Gruppenzugehörigkeit, Kommunikation, Fürsorge

2. Stufe Sicherheit
dazu zählen abstrakt: materielle und berufliche Sicherheit, Lebenssicherheit, Ordnung, Gesetze, Lebensplanung

1. Stufe Grundbedürfnisse
dazu zählen: Trinken, Essen, Schlafen, Sexualität, Fortpflanzung

Master of Business Administration ( MBA)

Der Master of Business Administration (MBA) ist ein akademischer Grad, der meist durch einen postgradualen Studiengang der Betriebswirtschaft erlangt wird. Ein MBA-Studium richtet sich vor allem an Ingenieure, Naturwissenschaftler, Juristen und Mediziner, die sich auf Managementpositionen fixieren wollen und eine Alternative zu einem betriebswirtschaftlichen Aufbaustudium suchen. Es können sich jedoch auch Wirtschaftswissenschaftler durch ein MBA-Studium spezialisieren. Im Allgemeinen ist das MBA-Studium ein generalistisches Managementstudium.

Master of Corporate Real Estate

Der Master of Corporate Real Estate ist ein amerikanischer Businesstitel, der in besonderem Maße immobilienwirtschaftliche Spezialkenntnisse honoriert und zumeist in einem postgradualen Studium erworben wird.

McGregor´s X-Y-Theorie

Douglas McGregor polarisiert in seinem Schwarz-Weiß-Ansatz zwischen der aufgabenorientierten, autoritären X-Einstellung zum Mitarbeiter und der mitarbeiterorientierten, kooperativen Y-Einstellung. Er betont jedoch den dynamischen Charakter der Entwicklung von Einstellungen und Werthaltungen. Die X-Einstellung entwickelt sich oft erst aus negativen eigenen Erfahrungen, daher ist der Weg von der X- zur Y-Haltung nur in kleinen Schritten möglich.

Die Theorie X geht davon aus, das der Mensch von Natur aus faul ist und versucht, der Arbeit so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen. Daher muss er, um einen produktiven Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten, stark kontrolliert und angeleitet werden.

Die Y-Theorie nimmt dagegen an, dass der Mensch durchaus ehrgeizig ist, sich selbst Ziele setzt und Freude an seiner Leistung hat. Von den Vorgesetzten sind deshalb Bedingungen zu schaffen, die den Menschen zum selbstverantwortlichen Arbeiten motivieren.

Median

Bei einer definierten Zahl von Messwerten ist der Median jener Wert, der in der Mitte liegt. Bei einer geraden Anzahl von Messwerten ist es das arithmetische Mittel der beiden mittleren Werte. Im Gegensatz zum arithmetischen Mittelwert (Durchschnitt), verändert sich der Median durch einzelne Ausreißerwerte kaum.

Mediation

Mediation ist ein außergerichtliches Konfliktlösungsverfahren, in dem die Konfliktpartner selbstbestimmt rechtsverbindliche, zukunftsorientierte Lösungen entwickeln, bei der alle Seiten gewinnen (Win-Win-Solution). Hierin werden sie von einem neutralen, fundiert ausgebildeten Dritten, dem Mediator, unterstützt, der von allen Beteiligten gleichermaßen akzeptiert wird. Seine Aufgabe besteht darin, mit geeigneten Kommunikations- und Verhandlungstechniken den Verständigungsprozess der Beteiligten zu fördern, zu führen und eine Klärung der Streitpunkte durch die Konfliktpartner herbeizuführen. Ziel der Mediation ist eine konfliktlösende Vereinbarung mit Bestand für die Zukunft. Wird eine Lösung von den Beteiligten akzeptiert, kann der Mediator mit der Kontrolle der Umsetzung beauftragt werden. Mediation findet regelmäßig Anwendung bei wirtschaftlich determinierten Sachverhalten, wie etwa bei der Erarbeitung von Sanierungslösungen für existenz- oder insolvenzgefährdete Unternehmen. Mehr dazu hier.

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

Bei der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung werden die Fixkosten im Gegensatz zur einstufigen Rechnung nicht als Block behandelt, sondern in Produktgruppen-, Kostenstellen-, Bereichs- und Unternehmensfixkosten aufgespaltet und in mehreren Stufen verrechnet. Zusätzlich zu den Produktdeckungsbeiträgen können daher auch Deckungsbeiträge von Produktgruppen, Kostenstellen und Unternehmensbereichen ausgewiesen werden. Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung liefert einen besseren Einblick in die Erfolgsstruktur, da auf jeder Stufe negative Deckungsbeiträge problemträchtige Unternehmensbereiche anzeigen können.

Mergers & Acquisitions (M&A)

Mergers & Acquisitions (M&A), zu deutsch „Fusionen und Übernahmen“ wird als Sammelbegriff für Unternehmenstransaktionen benutzt, bei denen sich Gesellschaften zusammenschließen oder Gesellschaften den Eigentümer wechseln. Obwohl Großunternehmen durchaus über eigene M&A-Bereiche verfügen, wird dennoch häufig auf externe Hilfe zurückgegriffen, etwa durch Einschaltung von Banken, die derartige Bereiche im Rahmen des Investmentbanking übernehmen.

Mezzanine Finanzierung

Der Begriff Mezzanine stammt aus dem Italienischen und bedeutet in der Architektur nichts anderes als ein „Zwischengeschoss“.
Mezzanine-Kapital beschreibt als Sammelbegriff Finanzierungsarten, die einem Unternehmen wirtschaftliches und/oder bilanzielles Eigenkapital zuführen, ohne den Kapitalgebern Stimm- oder Einflussnahmerechte wie den Vollgesellschaftern zu gewähren.
Mezzanine-Kapital kann eigenkapitalähnlich (sog. Equity Mezzanine) in Form von Genussrechten, wertpapierverbrieften Genussscheinen oder stillen Beteiligungen begeben werden. Möglich sind darüber hinaus Wandel- und Optionsanleihen. Mezzanine-Kapital, das in Form von nachrangigen oder partiarischen Darlehen oder von Gesellschafterdarlehen gewährt wird, besitzt hingegen Fremdkapitalcharakter und ist bilanziell als Verbindlichkeit zu erfassen (sog. Debt Mezzanine).
Die Ausgestaltungsmöglichkeiten von Mezzanine-Kapital sind gesetzlich nicht oder nur wenig geregelt, so dass flexible und optimale Finanzierungslösungen möglich sind, bspw. was Laufzeiten, Kündigungsmöglichkeiten, Gewinn- und Verzinsungsregelungen oder Rückzahlungsmodalitäten betrifft.

Mietdatenbank

Unter einer Mietdatenbank wird eine fortlaufend geführte Sammlung verstanden. Ihre Funktion besteht darin, Angaben zu Mietvereinbarungen und Mietänderungen bereitzustellen, aus denen Erkenntnisse über ortsübliche Vergleichsmieten gewonnen werden können, diese fortlaufend zu sammeln, strukturiert aufzubereiten und sie auszuwerten. Vgl. dazu BGB § 558e.

Miete

Miete ist nach geltendem deutschen Schuldrecht die finanzielle Gegenleistung, die der Mieter dem Vermieter aus dem Mietvertrag und Mietverhältnis schuldet. Ein weiter gehendes Schuldverhältnis ist die Pacht.

Mietenmultiplikator

Dieser auch als Maklerfaktor bezeichnete Wert stellt das Vielfache der Jahres-Netto-Kaltmiete als realistischen Verkaufspreis dar. Der Mietenmultiplikator hängt von Lage, Alter, Erhaltungszustand usw. einer Immobilie ab und schwankt etwa zwischen dem 8- und 15fachen.

Mieterhöhungsverlangen bei Modernisierung

Grundlage für das Mieterhöhungsverlangen bei Modernisierungsmaßnahmen ist
§ 559 BGB
. Damit darf der Vermieter die Jahresmiete um 11 % der für die Wohnung aufgewendeten Kosten erhöhen, wenn er bauliche Maßnahmen durchgeführt hat,

>>>>die den Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig erhöhen,
>>>>die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern
>>>>oder nachhaltig Einsparungen von Energie und Wasser bewirken.
>>>>Ebenso darf er eine Mieterhöhung vornehmen, wenn er bauliche Maßnahmen auf Grund von Umständen durchführt, die er nicht zu vertreten hat (z.B. Auflagen des Denkmalschutzes).

Von Modernisierungen abzugrenzen sind die üblichen Reparaturen und Instandsetzungsmaßnahmen. Eine auf Dauer angelegte Gebrauchswerterhöhung der Mietsache ist etwa dann gegeben, wenn moderne Badezimmer eingebaut werden oder eine neue Zentralheizung installiert wird. Weitere, typische Gebrauchswerterhöhungen sind etwa der Anschluss an das Kabelfernsehen oder der Einbau einer Satellitenanlage, der Anbau eines Balkons oder der Einbau einer Türöffnungs- oder Gegensprechanlage. Eine Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse kann etwa dann gegeben sein, wenn ein Fahrstuhl eingebaut oder ein Kinderspielplatz angelegt wird. Energiesparende Maßnahmen beschränken sich nicht auf den Bereich der Heizenergie, sondern umfassen jede Form von Energieeinsparung. Die Einsparung muss dauerhaft und messbar sein.

Das Erhöhungsverlangen muss gem. § 559b BGB schriftlich geltend gemacht werden. In dem Schreiben muss der Vermieter den Erhöhungsbetrag angeben und diesen für den Mieter nachvollziehbar berechnen. Hat der Vermieter mit der Modernisierung gleichzeitig fällige Reparaturen eingespart, so müssen diese von den geltend gemachten Gesamtkosten abgezogen werden.

Alternativ kann eine Mieterhöhung nach § 558 BGB im Sinne der Anwendung des Vergleichsmietensystems zur Anwendung kommen.

Mietkauf

Bei einem Immobilienmietkauf werden im Allgemeinen zwei Verträge abgeschlossen, nämlich einen Mietvertrag für die Immobilie (Eigenheim oder Eigentumswohnung) ab. Daneben kommt es zur Abgabe eines notariell beurkundeten Kaufvertragsangebotes des Käufers an den Verkäufer. Die Option wird im Grundbuch eingetragen und schützt den Käufer entsprechend. In diesem Angebot wird dem Käufer die Option eingeräumt, das von ihm angemietete Objekt innerhalb einer bestimmten Frist, z.B. 10 Jahre, zu erwerben. Dabei wird der später zu zahlende Kaufpreis bereits verbindlich festgelegt – ebenso, in welcher Höhe die monatliche Mietzahlung auf den Kaufpreis angerechnet wird. In der Praxis existieren eine Vielzahl von Variationen, die aber wegen des „Kleingedruckten“ nur bedingt miteinander vergleichbar sind. Kommt prinzipiell bei einem Immobilienerwerb ein Mietkauf in Frage, sollte die Finanzierung während der gesamten Laufzeit betrachtet werden (Discounted Cash Flow DCF, vollständiger Finanzplan o.Ä.)

Mietrechtsreformgesetz

Im Jahr 2001 trat nach langer Vorbereitung das Mietrechtsreformgesetz in Kraft. Als große Reform angekündigt, verkümmerte es jedoch zum Reförmchen. Die Rechte der Mieter wurden massiv gestärkt und das aktuelle Mietrecht in das BGB eingefügt. Die zugehörige Pressemitteilung des BMJ findet sich als Download.

Mietspiegel

Der Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558c BGB) im frei finanzierten Wohnungsbau. Er wird von Städten in Zusammenarbeit mit Interessengruppen (z.B. Mieter- und Vermieterverbände) aufgestellt und bezieht sich auf die jeweilige Stadt oder Gemeinde. Je nach Ortsüblichkeit enthält ein Mietspiegel verschiedene Kategorien, mit deren Hilfe die Eigenschaften einer Wohnung beschrieben werden und die bei der Abschätzung des ortsüblichen Mietzinses herangezogen werden können.
Dazu zählen bspw.:
>>>Mikrolage,
>>>Lage des Hauses hinsichtlich ÖPNV-Anbindung, öffentliche Infrastruktur etc.,
>>>Baujahr des Hauses
>>>Wohnungsausstattung (Heizung, Toilette, Parkettboden, usw.)

MiFID EU-Richtlinie

Die MiFID (Markets in Financial Instruments Directive, dt. Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente) ist die Richtlinie der EU zur Harmonisierung der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt.
Die Mitgliedstaaten der EU mussten die MiFID samt Durchführungsrichtlinie spätestens zum 31. Januar 2007 in Kraft setzen. Die Vorschriften selbst mussten spätestens ab dem 1. November 2007 Anwendung finden. Die MiFID ist ein wesentlicher Punkt im Aktionsplan der Europäischen Kommission für Finanzdienstleistungen (FSAP – Financial Services Action Plan), um einen verbesserten Anlegerschutz, einen verstärkten Wettbewerb und die Harmonisierung des europäischen Finanzmarktes zu gewährleisten. Der Konzeption der MiFID liegt die Zielsetzung zugrunde, dass Anleger – sowohl private als auch organisierte – leichter innerhalb der EU, aber auch über ihre Grenzen hinweg, Investitionen tätigen können. Ebenfalls erleichtert werden Wertpapierdienstleistungen. Die Europäische Kommission versucht des Weiteren einen Wettbewerbsmarkt zu schaffen, der gleiche Bedingungen für alle europäischen Handelsplätze fördert. Diese Anstrengungen implizieren logischerweise jedoch auch Schutzmaßnahmen für Verbraucher genauso wie Anleger. Die bestehenden nationalen Regelungen zur Abwicklung von Finanzdienstleistungen sollen mit Bestimmungen zum Anlegerschutz, verbesserter Transparenz der Finanzmärkte und Integrität der Finanzdienstleister erweitert werden.

Migration

ist eine Form der „horizontalen Mobilität“ und im weitesten Sinne jeder längerfristige Wohnortswechsel eines Menschen. Man bezeichnet im engeren Sinn den Wechsel der angestammten Heimat mit Überschreitung einer Ländergrenze als internationale Migration, innerhalb eines Landes spricht man von Binnenmigration. Das Einwandern in die neue Heimat wird als Immigration bezeichnet. Das Auswandern aus der alten Heimat als Emigration. Bei der internationalen Migration wird des Weiteren zwischen einem dauerhaften Wohnortwechsel (Auswanderung oder Flucht) und einem semipermanenten Wechsel (Saisonarbeit oder Exil) unterschieden. Eine vielbeachtete Form der Binnenmigration ist zum Beispiel die „Landflucht“ im Zuge einer (Sub-)Urbanisierung.

Mittelwertmethode

Die Mittelwertmethode berechnet den Unternehmenswert als arithmetisches Mittel aus Ertrags- und Substanzwert. Sie wird meist nur dann angewendet, wenn der Ertragswert größer ist als der Substanzwert. Die Mittelwertmethode wird auch häufig als Praktikerverfahren bezeichnet. Der Mittelwert wird errechnet, indem man Substanz- und Ertragswert gewichtet und addiert. Dieses Verfahren wird jedoch nicht bei der Verkehrswertermittlung von Immobilien angewendet.

Modifizierte Interne Zinsfuß-Methode

Um der Kritik an der internen Zinsfußmethode entgegenzutreten, wird die Methode des modifizierten internen Zinsfuß (MIRR-Methode) angewendet. Im Unterschied zur IRR-Methode besteht hier die Möglichkeit, den Zinssatz für die freiwerdende Liquidität selbst zu wählen. Für die Wiederanlage der Periodenüberschüsse wird ein exogener und realistischer Kapitalmarktzinssatz verwendet. Methodisch werden die Einzahlungsüberschüsse aufgezinst, die Auszahlungsströme werden abgezinst. Aus dem Quotienten des Endwertes der Einzahlungen und dem Barwert der Auszahlungen wird anschließend die n-te Wurzelgezogen. Das Ergebnis ist der modifizierte interne Zinsfuß.

Moratorium

Stundung einer fälligen Zahlung durch den Gläubiger, wenn der Schuldner sich in (vorübergehenden) Zahlungsschwierigkeiten befindet. Im Sanierungsfall werden bspw. Zins- und Tilgungsmoratorien vereinbart.

Mortalität

Die Sterberate bezeichnet die Zahl der Sterbefälle pro 1000 Einwohner in einem Jahr. Sie ist stark vom Anteil der Älteren in einer Bevölkerung beeinflusst und sagt daher für sich allein nicht viel über den Gesundheitszustand und die Sterblichkeit in einem bestimmten Land aus.

Mortgage Backed Securities

Im Gegensatz zu den anderen, alternativen Finanzierungsmodellen dienen Mortgage Backed Securities (MBS) letztlich der unmittelbaren Finanzierung von Immobilienprojekten am Kapitalmarkt. Die Bank tritt nicht mehr als Kreditgeber auf, sondern als Mittler zwischen dem Projektträger und potentiellen Investoren. Zugrundeliegender Gedanke ist die Verbriefung von grundpfandrechtlich (Mortgage Backed) gesicherten Forderungen, die an Investoren veräußert werden und so der Kapitalbeschaffung dienen. Die Abwicklung erfolgt üblicherweise über eine eigens gegründete Gesellschaft (SPV- Special Purpose Vehicle), deren einziger Geschäftszweck der Ankauf der Forderungen und die Begebung der entsprechenden Anleihe zur Refinanzierung ist. Die Zahlungsströme, die aus der Anleihe einerseits und dem Kreditportfolio andererseits resultieren, werden dabei gegebenenfalls über eine Swap-Vereinbarung abgeglichen. Die Rolle der Bank beschränkt sich dabei auf die Unterstützung bei der technischen Abwicklung, auf die Zwischenfinanzierung und – sofern erforderlich – auf die Stellung zusätzlicher Sicherheiten, die den Verkauf der Anleihe an potentielle Investoren erleichtern („Credit Enhancement“).

Multi Manager oder Multi Strategy

Anlagestrategie von Hedge Fonds als Kombination verschiedener Hedge-Fonds-Strategien in einem eigenen Produkt, üblicherweise einem Dachfonds.

Multiple-Choice-Test

Bei Mieterbefragungen wird häufig das Multiple-Choice-Verfahren verwendet. Hierbei werden zu einer Frage verschiedene Antwortmöglichkeiten vorgegeben, aus denen der befragte Mieter eine oder mehrere auswählen muss, die er für zutreffend hält. Von Vorteil ist, dass die Auswertung von Multiple-Choice-Befragungen einfach mechanisiert werden kann und die rechentechnische Verarbeitung der gewonnenen Daten relativ problemlos erfolgt.

Mündelsichere Papiere

Mündelsichere Papiere sind risikoarme Wertpapiere, die gesetzlich zur Anlage von Mündelgeldern, d.h. Geldern bevormundeter Personen, zugelassen sind. Gemäß § 1807 BGB gehören hierzu vor allem festverzinsliche Wertpapiere von Bund, Ländern und Gemeinden sowie verbriefte Forderungen.

Mystery Shopping

Mystery Shopping ist eine Methode zur objektiven, kundenorientierten Qualitätsmessung. Durch den Einsatz speziell ausgewählter und geschulter Testpersonen (Mystery Shopper), die anonym als „normale“ Kunden Kaufsituationen simulieren, können Antworten auf Fragen zur Servicequalität eines Unternehmens gefunden werden. Kundentypisch auftretende Mystery Shopper prüfen somit verdeckt persönlich, telefonisch oder schriftlich zuvor definierte Standards von Handel- Dienstleistungs- und Industrieunternehmen. Dazu gehören u.a. Testkäufe, Testberatungen, Testanrufe und Internettests und damit verbundene Dienstleistungen. Definierte Standards sind z. B. Fachkompetenz der Mitarbeiter, Serviceorientierung oder sonstige Qualitätsstandards. Durch verschiedene Auswertungsmethoden ergeben sich Ansätze für eine gezielte Verbesserung der Qualität der untersuchten Kriterien.